
Die Idee
Ein ganzes „Haus für Fans“ sollte
entstehen, mit Kneipe, Platz für Konzerte, einem Hotel
für auswärtige Fans, Räumen für
Fanorganisationen und Fanzines und schließlich sollte auch
der Fanladen hier seine neue Heimat finden.
Die erste Frage, die sich den Aktivisten stellte, war
natürlich, wie sich ein solches Projekt finanzieren
ließe. Miete und Renovierung sprengen sämtliche
Rahmen, die man sich in Fankreisen so setzt und ließen erst
einmal alles utopisch erscheinen.
Strukturen schaffen
Privatwirtschaftlich ein großes Gebäude zu
übernehmen war also unmöglich. Warum also nicht die
gesamte Idee in bestehende Strukturen einbinden? Und wer kam da besser
in Frage als der Verein Jugend und Sport e.V. Träger beider
Hamburger Fan-Projekte und mit gutem Draht zur Sprinkenhof, dem
Eigentümer des Hauses. Sowohl der Fan-Laden als auch das
Fanhaus Stresemannstr. befinden sich im Besitz der Sprinkenhof und als
halbstädtische Einrichtung liegt ihr soziales Engagement
bedeutsam näher als einem privaten Anbieter. Jugend und Sport
stellte sich sodann auch als große Hilfe und Interessent
heraus.
Parallel zu den geschilderten Entwicklungen hatte sich einiges getan,
um eine wie auch immer geartete gastronomische Einrichtung zu tragen.
Die Grundidee war, daß eine Fankneipe auch in irgendeiner
Form von Fans getragen und bewirtschaftet werden soll und was lag da
näher, als mal wieder einen Verein zu gründen, der
die Kneipe über einen hauptamtlichen
Geschäftsführer betreibt und der einen Teil der
Kosten über die Mitgliedsbeiträge, eure
Mitgliedsbeiträge, wieder hereinbringt.
Auch hier sollte ein privatwirtschaftliches Risiko möglichst
weit gehend minimiert werden. Die erste Idee war, dass eine
repräsentative Gruppe aus dem Fanumfeld diesen Verein
gründet und führt. Schnell waren wieder
Gerüchte der Elitenbildung im Umlauf, obwohl dieser Schritt
nur der Arbeitsfähigkeit dienen sollte.
Doch die inzwischen 20 festen Aktivisten wollten sich nicht auf so
glattes Eis begeben und so wurde die ursprüngliche Idee
gekippt und der endgültige Verein wurde auf einer Art
Pfennigvollversammlung am 26.08.98 vorgestellt.
BallKult e.V.
Der Name war recht schnell gefunden und lautet vollständig:
Verein für Fußball und Kultur auf St. Pauli e.V.
Die Satzung ist der von F.I.S.H. e.V. nachempfunden (auch
Vorbild für BAFF und die Schalker Fanini). Jedes Mitglied
genießt auch normales Stimmrecht, so dass der o.a. Vorwurf
entkräftet werden konnte. Die Grundidee: BallKult soll
über Mitgliederwerbung eine Basis schaffen, die den Betrieb
der Kneipe ermöglicht und so als Mieter bei Jugend und Sport
auftreten.
Für die Kneipe selber soll ein hauptamtlicher
Geschäftsführer eingestellt werden, der
selbständig arbeiten kann, aber dem Verein und damit
hoffentlich euch verantwortlich gegenüber ist. Mitglieder
sollen Vergünstigungen erhalten (Eintritt und
Getränke), die euch den Beitritt schmackhaft machen sollen,
was wiederum gewisse Fixkosten abdecken soll. Emotional auf den Punkt
gebracht: Der neue Laden soll von Fans für Fans sein, also
unser aller eigener Betrieb.
Bestehen kann dies auf Dauer nur, wenn es ein breitgefächertes
Engagement von Fanseite gibt, welches uns hilft, den Laden aufzubauen
und zu erhalten sowie eine große Anzahl von Mitgliedern, die
bereit ist, mit ihrem Obolus den Erhalt zu sicher.
Wir brauchen also euch alle ständig, immer und bis in
alle Ewigkeit.
